Vor allem in sensiblen Fällen ist es wichtig, dass alle Beteiligten das Verfahren verstehen. Besonders die neuen Erfolgskriterien, also die Verhaltensumkehr und das Machtparadoxon sollten allen gegenwärtig sein. Eventuell sollte man vor Beginn des Prozesses noch einmal darauf hinweisen.
Natürlich sollte man zuerst mit unkritischen Entscheidungen und im kleinen Kreis beginnen (siehe auch "SK im Alltag"). Machen Sie sich damit vertraut, wann welche Entscheidungsform einzusetzen ist (siehe "Arten des Konsensierens").
Wenn es sich um eine unkritische Entscheidung handelt, die etwa durch Auswahl-Konsensieren gefällt werden soll, und man sich überdies einig ist, wie der Gruppenwiderstand erfasst und ausgewertet wird (siehe "SK für Fortgeschrittene: Bewerten und entscheiden"), ist weiters keine große Vorbereitung nötig. Wahrscheinlich reicht es, den Gruppenwiderstand zu bestimmen, um so den konsensierten Vorschlag zu erhalten.
Das Machtparadoxon: Machteinsatz führt in die Erfolglosigkeit
1. ) Die Beteiligten müssen das Verfahren verstehen, sodass ihnen die neuen Erfolgskriterien, also die Verhaltensumkehr und das Machtparadoxon während des Prozesses stets gegenwärtig sind.
2.) Sie brauchen zu mindest eine Person, die mit dem Verfahren gut vertraut ist und die die Gruppe durch den Prozess führt. Die Mindestvoraussetzung dafür ist ein gründliches Studium des Abschnitts "Vertieftes Konsensieren"
Nur Entgegenkommen bringt Erfolg
* anonym oder nicht
* welches Medium wird während des Vertieften Konsensierens benützt
* welches Medium wird beim Erfassen der Widerstände benützt
* etc.
können dann mit der Gruppe gemeinsam durch Schnellkonsensieren gelöst werden.
4.) Vergessen Sie nicht auf Punkt 1.)
Benützen Sie für ihre Startversuche unsere kostenlose Online-Konsensierung.
Im Bedarfsfall beraten wir Sie gerne oder unterstützen Sie mit einer Einschulung oder Moderationen Ihres konkreten Entscheidungsprozesses.
Für wichtige oder kritische Konsensierungen sowie zur Ausbildung von SK-ModeratorInnen bieten wir Seminare an.
