ISYKONSENS International - Institut für Systemisches Konsensieren

Arten des Konsensierens: Schnellkonsensieren: die Nulllösung

Bis heute wird nach dem Mehrheitsprinzip über einen Antrag entschieden, indem man die Frage "Wer ist für den Antrag?" und dann die Gegenfrage: "Wer ist dagegen?" stellt. Das unmittelbare Gegeneinander, welches diese Fragestellungen zum Ausdruck bringen, hat sich seit undenklichen Zeiten auf die Beteiligten übertragen. Ein Gegeneinander, welches nicht selten zu Streit, gewalttätigen Konflikten, ja sogar Krieg geführt hat.

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Diese Art der Fragestellung enthält den Keim des Gegeneinander








Deswegen werden diese Fragen beim Schnellkonsensieren bewusst vermieden. Es wird nur die Einwandfrage gestellt. Sollte es Einwände geben, werden beim Schnellkonsensieren als Alternative dazu weitere Anträge und Nulllösungen entwickelt (siehe Schnellkonsensieren bei Einwänden).

Zu Demonstrationszwecken betrachten wir zwei Personen, nur einen Antrag und auch nur eine Nulllösung. Eine Person hat Widerstände gegen den Antrag, die andere hat solche gegen die Nulllösung. Das sind zwei Einstellungen, von denen man im ersten Augenblick den Eindruck erhält, dass sie voneinander unabhängig sind und durchaus nebeneinander bestehen könnten. Man muss darüber nachdenken, es bedarf eines intellektuellen Zwischenschritts, um den Zusammenhang zwischen den beiden Fragen und ihren widersprüchlichen Folgen herzustellen.

Dieser intellektuelle Zwischenschritt ist eine Zwischenstufe, welche sich zwischen das unmittelbare "Dafür" und "Dagegen" schiebt. Durch diesen Zwischenschritt werden die emotionalen Wogen nicht so unmittelbar und daher auch nicht zu solcher Höhe aufgewühlt. Dadurch bleibt die Bereitschaft der Beteiligten, die Fragen auf der intellektuellen Sachebene zu lösen, weit gehend vorhanden.

Außerdem vergleicht man nun wirklich Vergleichbares, nämlich in Stimmen ausgedrückten Widerstand gegen die Annahme des Antrags, mit in Stimmen ausgedrückten Widerstand gegen seine Ablehnung.

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Die Art der Fragestellung führt nicht unmittelbar zu Konflikt und Gegeneinander


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Um Verwirrungen zu vermeiden, sollte positive Formulierungen für die Nulllösungen entwickelt werden
Es kann mehrere Nulllösungen geben und sie sollten positiv formuliert werden, damit man nicht beim Bewerten in doppelten Verneinungen denken muss.