Durch die Bewertung entsteht ein "Lösungsband", in welchem sämtliche Vorschläge hinsichtlich ihrer Nähe zum Konsens geordnet sind
Wie nämlich beim Mehrheitsprinzip der Modus der endgültigen Entscheidung durch eine "Geschäftsordnung" festgelegt wird (einfache Mehrheit, qualifizierte Mehrheit, 2/3-Mehrheit etc.), kann man diese Möglichkeit auch beim hier nützen. Mithilfe dieser Geschäftsordnung kann man dann zusätzliche Gesichtspunkte beim endgültigen Entscheid berücksichtigen.
1. Falls die Umsetzung sämtlicher der "guten" Lösungen unmöglich ist (weil etwa zu aufwändig), kann man durch Schnellkonsensieren entscheiden, welche davon umgesetzt werden sollen. Man beginnt dabei mit der Lösung größter Akzeptanz und setzt dann in der Reihenfolge fallender Akzeptanz fort. Dies ist durchaus sinnvoll, da es in Kenntnis von wesentlich mehr Information geschieht, als die ursprüngliche Bewertung: der Reihung der Vorschläge im Lösungsband, der totalen Ablehnung jedes Vorschlags und der beim Schnellkonsensieren bereits angenommenen Vorschläge.
2. Auch für einander widersprechende Vorschläge kann man differenzierter vorgehen: Für den Fall, dass mehrere davon dieselbe Akzeptanz aufweisen, kann man zusätzliche Kriterien festlegen, nach denen entschieden wird. Unter diesen Vorschlägen kann man zum Beispiel versuchen, die Anzahl der totalen Ablehnungen (das sind solche mit der W-Stimmen-Obergrenze) zu minimieren und - falls dann noch immer einige Vorschläge gleichauf liegen - sich für den Vorschlag mit der höchsten Zustimmung zu entscheiden o.ä.
3. Eine etwas ausgefeiltere Variante wäre, dass man ein gewisses Akzeptanz-Intervall in Prozentpunkten festlegt, innerhalb dessen man Vorschläge als gleichwertig ansieht und
dann die Zusatzkriterien von Punkt 2 anwendet.4. Die Starrheit der Auswahl des Akzeptanz-Intervalls in Punkt 3 kann man lockern, indem man es nachdem der Gruppenwiderstand für alle Lösungen bekannt ist durch Schnellkonsensieren "dynamisch" festlegt.
5. Wahrscheinlich sind auch noch weitere Varianten denkbar und sinnvoll
