ISYKONSENS International - Institut für Systemisches Konsensieren

Bewerten und entscheiden: Gruppenwiderstand und Akzeptanz

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Aus der gemeinsamen Einstellung der Gruppenmitglieder zu jedem Vorschlag wird dessen Akzeptanz ermittelt
Wenn man die W-Stimmen aller bewertenden Gruppenmitglieder je Vorschlag zusammenzählt, erhält man den Gruppenwiderstand des Vorschlags.

Ein Vorschlag erregt maximalen Gruppenwiderstand, wenn er von jedem bewertenden Gruppenmitglied mit der W-Stimmen-Obergrenze abgelehnt wird. Er erhält damit offensichtlich 0 % Akzeptanz.

Andererseits erhält ein Vorschlag, der von sämtlichen bewertenden Gruppenmitgliedern mit 0 W-Stimmen bewertet worden ist, offensichtlich 100 % Akzeptanz.

Beachten Sie bitte, dass nicht jedes Gruppenmitglied jeden Vorschlag bewerten muss. Deswegen sprechen wir von den "bewertenden Gruppenmitgliedern". Der maximal mögliche Gruppenwiderstand durch die bewertenden Gruppenmitglieder beträgt:
W-Stimmen-Obergrenze x Zahl der bewertenden Gruppenmitglieder

Für beliebige Gruppenwiderstände kann man die Akzeptanz leicht berechnen:
Akzeptanz (in%) = 100 x (maximal möglicher Gruppenwiderstand durch die bewertenden Gruppenmitglieder - aktueller Gruppenwiderstand) / maximal möglicher Gruppenwiderstand durch die bewertenden Gruppenmitglieder

Bei einer Widerstandskala von 0 bis 10 gilt:
Akzeptanz (in%) =
= 10 x [10 – (aktueller Gruppenwiderstand / Anzahl der bewertenden Gruppenmitglieder)]
= 10 x [10 – durchschnittlicher Widerstand der Gruppenmitglieder]


Zusätzlich kann man natürlich noch den durchschnittlichen Gruppenwiderstand gegen jeden Vorschlag berechnen:
Durchschnittlicher Gruppenwiderstand = Gruppenwiderstand  / Zahl der bewertenden Gruppenmitglieder

Der durchschnittliche Gruppenwiderstand gegen einen Vorschlag in Prozent ausgedrückt gibt Aufschluss über das Konfliktpotenzial in der Gruppe, welches durch eine Verwirklichung des betreffenden Vorschlags erzeugt würde:
Konfliktpotenzial = 100 x Durchschnittlicher Gruppenwiderstand  / W-Stimmen-Obergrenze