Strategisches Bewerten geht oft ins Auge
Dazu ein Beispiel. Nehmen wir an, bei ehrlicher Bewertung wäre mein zweitliebster Vorschlag knapp konsensiert worden. Weil ich meinem Lieblingsvorschlag aber unbedingt zum Durchbruch verhelfen wollte, habe ich strategisch bewertet und schon den zweitliebsten Vorschlag schlechter eingestuft, sprich, ich habe ihm real mehr W-Stimmen zugeteilt, als es meiner tatsächlichen Einstellung entsprach. Dadurch wurde natürlich auch der Gruppenwiderstand dieses Vorschlags erhöht. Wodurch er bei der tatsächlichen Auswertung nicht konsensiert wurde, sondern eben ein anderer.
Durch mein strategisches Bewerten habe ich den Erfolg meines zweitliebsten Vorschlags verhindert und einem vielleicht wesentlich unangenehmeren Vorschlag zum Durchbruch verholfen.
