Vertieftes Konsensieren:
Kreative Kommunikation
»Eine Diskussion ist eine Serie von Monologen, die einander wechselseitig störend unterbrechen« (Charles Tschopp).
Bei der Diskussion wird das Thema oft in einem Wust von Aussagen zerredet
Man spürt instinktiv, wie treffend die obige Aussage sehr viele Diskussionen charakterisiert. Man weiß ferner, wie viele Diskussionen sich darin erschöpfen, gemachte Aussagen in einem Wust von Entgegnungen zu ersticken, die auf vorhergehende Aussagen Bezug nehmen, sie widerlegend oder unterstützend, sich vom Hundertsten ins Tausendste verlierend, bis schließlich alles zerredet ist, und man die Diskussion als ergebnislos abbrechen muss.
Die Kreative Kommunikation bleibt übersichtlich und kreativ
Die Kreative Kommunikation unterscheidet sich bei der Lösungssuche wahrscheinlich am deutlichsten von den üblichen Diskussionsprozessen. Der Unterschied besteht darin, dass die oben erwähnten riesigen und verzweigten Aussagenbäume nicht entstehen. Nur Vorschläge werden gemacht und Vor- und Nachteile dazu eringebracht. Aussagen zu bereits bestehenden Vor- oder Nachteilen sind nicht zulässig.
Wer also zum Beispiel mit einem eingebrachten Nachteil nicht einverstanden ist, formuliert einen Vorteil, welcher dem Nachteil inhaltlich widerspricht. Dieser Vorteil sollte sich aber trotzdem ausschließlich auf den ursprünglichen Vorschlag beziehen.
Diese Art der Kommunikation ist anfangs etwas ungewohnt, aber der Geöhnungsaufwand lohnt sich: Dadurch behält die kreative Kommunikation Substanz. Ihre Inhalte werden nicht zerredet, sondern sie bleibt kreativ (unsere online-Konsensierungen bewirkt diese Art der Kommunikation, weil Verlinkungen von Vor- und Nachteilen gar nicht möglich sind)