67% der Gruppe könnten den Mehrheitsentscheid ablehnen
Auch der Versuch, über jede Meinung einzeln abzustimmen, kann in die Hose gehen: es ist durchaus möglich, dass die Gegner jeder einzelnen Meinung überwiegen, so dass jede davon abgelehnt wird. Eine ausweglose Situation, solange man auf das Mehrheitsprinzip vertraut.
Zusätzlich erzeugt das Mehrheitsprinzip stets Sieger und Besiegte, solche, die sich durchgesetzt haben, und solche, die auf der Strecke geblieben sind. Es ist ein Konflikt erzeugendes Prinzip – was sich in vielen Vollversammlungen zeigt, nicht zuletzt in den vielen Streitereien im Ursprung der Grünen, solange sich diese wirklich noch basisdemokratisch zu organisieren versucht haben.
Es gibt eine ganze Reihe von Verfahren, die aus den vorhandenen Wünschen bzw. Präferenzen der einzelnen Mitglieder einer Gruppe auf andere Art den "Gruppenwillen" konstruieren. Solange diese Verfahren allerdings die Ablehnung nicht messen, gleichen sie allerdings einem Blindflug durch die Wirklichkeit: Für ihr Resultat gilt dasselbe wie für die traditionelle Mehrheitsabstimmung – es kann sogar von einer absoluten Mehrheit der TeilnehmerInnen abgelehnt werden, ohne dass es auffällt.
Mit dem hier beschriebenen SK-Prinzip findet ihr konfliktfrei zu guten Entscheidungen. Damit sich dabei ein Vorschlag durchsetzt, ist es nicht mehr nötig, dass er von einer absoluten Mehrheit unterstützt wird, es reicht, wenn sie nicht dagegen ist. Entscheidungen nach dem SK-Prinzip leiden nicht unter den oben angeführten Nachteilen, erfolgen konfliktfrei und sind sogar geeignet, bestehende Spannungen in der Gruppe abzubauen.
Man muss sich vielleicht kurz in das SK-Prinzip einlesen aber dann funktioniert es einwandfrei.
